Der Frühling ist da. Es ist endlich wieder Gartenzeit! Die frostigen Nächte sind vorbei und wir können unser grünes Reich nun wieder nach Herzenslust gestalten. Im letzten Jahr hatten wir den Garten mit Erika, Lavendel und Sonnenblumen in eine Wildblumenwiese verwandelt und so den Hummeln, Bienen und Schmetterlingen reichlich Pollen, sowie Nektar geliefert. Und auch wir erfreuten uns an der bunten Blütenvielfalt und dem Treiben der Insekten.

„Ich möchte auch mehr Farbe auf der Terrasse!“ Cigdem reichte mir das Gartenmagazin herüber: „Schau‘ doch einmal hier – diese Idee mit den Beeten aus Holzkisten wäre doch genau das Richtige für unsere Terrasse?“ Ich blätterte ein wenig durch das Magazin. „Ja, aber von der Stange sollte es auf gar keinen Fall sein. Was hältst du denn davon, wenn wir das komplett selber bauen? Ich habe da auch schon eine Idee: Unser Weinhändler dürfte bestimmt noch ein paar alte Weinkisten übrighaben.“

Ein kurzer Anruf bei unserem Weinhändler genügte und schon hatte ich sechs ausrangierte Weinkisten im Kofferraum verstaut. Was jetzt noch fehlte, waren Pflanzen, etwas Folie und Pflanzenerde aus dem Gartenmarkt.

Mit wenigen Handgriffen bohrte ich Löcher in den Boden der Weinkisten, kleidete sie mit schwarzer Folie aus und füllte die Pflanzerde ein. Jetzt musste ich nur Kornblume, Astern und Ringelblume austopfen und in die Kiste setzen: Fertig waren unsere Beete aus Weinkisten!

„Nun, was denkst du: Ist das nicht ein Hingucker auf unserer Terrasse?“ fragte ich Cigdem, die die ganze Zeit neben mir stand. Cigdem war zufrieden. „Wunderbar. Am besten gießt du die Pflanzen jetzt noch kräftig an, damit die Wurzeln guten Erdkontakt bekommen. Und dann ab damit auf die Terrasse!“