Als wir noch nicht in unserem neuen Zuhause in der Gartenstadt Werdersee wohnten, war es jeden Herbst dasselbe: Pünktlich im September kam die Heizabrechnung von den Stadtwerken und Jahr für Jahr ärgerten wir uns aufs Neue, dass die Energiepreise wieder mal nur eine Richtung kannten: aufwärts. „Mit den ganzen Preiserhöhungen der letzten Jahre hätten wir uns den ein oder anderen schönen Abend bei Salvatore im Viertel machen können“ sagte ich zu Cigdem. Doch mit unserem Einzug in der Gartenstadt Werdersee sollte sich dann so einiges ändern…

„Das Kraftwerk in der Gartenstadt Werdersee macht sich ja schon jetzt richtig bezahlt!“ Zufrieden legte ich den Brief mit der Heizabrechnung auf den Küchentisch. „Ein Kraftwerk bei uns in der Gartenstadt Werdersee?“ fragte Lukas. Ich musste schmunzeln. „Eigentlich heißt es Blockheizkraftwerk. So ein Block ist grade einmal knapp 2,30 m hoch und 1 m breit. Und zwei davon versorgen unsere komplette Gartenstadt Werdersee mit Wärme. Wenn ihr möchtet, zeige ich euch das mal im Internet.“

Die Beiden waren sofort hellauf begeistert. Aufmerksam nahmen sie jedes noch so kleine Detail auf und löcherten mich zwischendurch mit Fragen: „Und wie erzeugt so ein BHKW gleichzeitig Wärme und Strom?“ wollte Tom wissen. „Ganz einfach. Der Motor wird umweltfreundlich mit Erdgas angetrieben. Die dabei erzeugte Energie wird in elektrischen Strom umgewandelt, der dann an die swb verkauft wird. Dadurch entsteht aber auch Wärme, die in unser Haus geleitet wird. Durch einen Wärmetauscher in unserem Haus kann sie dann zum Heizen genutzt werden. Und da so ein BHKW gleichzeitig Wärme und Strom erzeugt, wird nicht nur viel CO₂ gespart, sondern auch noch richtig Geld.“ Tom überlegte kurz und knuffte Lukas in die Seite: „Wenn ihr so viel spart, dann kannst du doch bestimmt unser Taschengeld…“ „Langsam, langsam, junger Mann“, unterbrach ich ihn. „Das sollten wir besser mal zusammen mit eurer Mutter besprechen.“